Wenn man die Geschichte von den zehn Mädchen mit ihren Lampen liest, könnte man meinen, dass die ersten fünf die Fleißigen sind und die anderen die Faulen, die deshalb bestraft werden. Aber das ist nicht die Logik des Reiches Gottes.
Man könnte auch sagen, dass die fünf, die nicht genug Öl mitgenommen haben, in Wirklichkeit (fehlgeleitetes) Vertrauen in die Vorsehung hatten. Als ob die Vorsehung unsere Faulheit oder unser Nichts ausgleichen müsste!
Das Gleichnis spricht hingegen vom Reich Gottes. Es sagt uns, dass das Leben – das sicherlich in erster Linie ein Geschenk ist – erfüllt ist, (auch) wenn wir es selbst mit unseren guten Taten füllen, die fähig sind, „Licht vor den Menschen“ (Mt 5,16) zu sein, wie die Lampen der Mädchen.
Das Reich Gottes ist dort, wo unsere Freiheit Worte und Taten der Liebe zum Blühen bringt. Dann erst nimmt auch die Vorsehung uns an die Hand.
Eine gute Woche, im Einsatz und im Vertrauen.

#Caritas5minOfLight – 8.11.2026 – Sonntag – Matthäus 25,1-13