Für wen erzählt Jesus das Gleichnis von den beiden Söhnen – dem einen, der „nein“ sagt, dann aber doch in den Weinberg geht, und dem anderen, der „Jawohl, mein Herr“ sagt, dann aber nichts tut? Für die Hohenpriester und die Ältesten des Volkes. Das heißt für jene, die glauben, ihre Macht „im Namen Gottes“ auszuüben.
Diese Menschen glauben, dass ihre vermeintliche „göttliche Befugnis“ ausreicht, um behaupten zu können, sie täten den Willen des Vaters. Es sind jene, die stramm stehen, „Jawohl, Herr“ sagen, aber dann nichts tun. Ihnen geht es nicht um den Weinberg, sondern um ihre Rolle, um Macht, um ihre Karriere. Sie sprechen oft vom Willen des Vaters und geben sich als dessen Deuter aus, doch ihr Gerede ist nur leeres und heuchlerisches Bla-Bla.
Eine gute Woche, mit dem Herzen im Weinberg.

#Caritas5minOfLight – 27.9.2026 – Sonntag – Matthäus 21,28-32