„Noch viele andere Zeichen hat Jesus vor den Augen seiner Jünger getan, die in diesem Buch nicht aufgeschrieben sind.“ Aber wie kommt das? Warum wurden nicht alle „Wunder“ Jesu aufgeführt, um der Frohen Botschaft mehr Nachdruck zu verleihen?
Johannes spricht jedoch eher von „Zeichen“ als von Wundern, und da kommt einem jenes Zeichen par excellence in den Sinn, nämlich das Brechen des Brotes, wie es heute in der Apostelgeschichte erzählt wird. Die Christen „brechen das Brot in den Häusern“. Das heißt: im Alltag. Das gebrochene Brot ist das „Zeichen“ (Sakrament) par excellence. Es ist ein Zeichen der Gabe (des Teilens der empfangenen Gaben), was das Wesen des christlichen Weges ausmacht. Menschen, die Zeichen sind – das ist das Wunder.
Eine gesegnete Osterzeit, Zeichen im Leben.

#Caritas5minOfLight – 12.4.2026 – Zweiter Ostersonntag – Johannes 20,19-31