Nicht aufheben, sondern erfüllen. Individualistisches Denken ist frei von historischer Perspektive. Dass meine persönliche Lebenszeit – oder Arbeitszeit, Amtszeit – ein „Vorher“ hatte und ein „Nachher“ haben wird, spielt keine Rolle. Ich vor mir, ich nach mir.
Individualismus verleitet dazu, das zu zerstören, was andere aufgebaut haben. Das dient dazu, die eigene Nichtigkeit zu bekräftigen. Zerstören können wir alle. Aufbauen ist etwas anderes.
Vollenden ist mehr als Aufbauen. Es bedeutet, aus den Grenzen des eigenen Ichs herauszutreten, das Gute um uns herum (das uns vorausgeht, uns folgen wird) anzuerkennen, den anderen zum Blühen zu bringen. Vor allem, wenn man Verantwortung und Führungsaufgaben hat.
Eine gute Woche und einen guten Beginn der Fastenzeit.

#Caritas5minOfLight – 15.2.2026 – Sonntag – Matthäus 5,17-37