Den Stern sehen und aufbrechen. Die Personen, die die Tradition „die Heiligen Drei Könige“ nennt, sind aufmerksame Beobachter von Himmel und Erde. Sie erfassen die Zeichen, versuchen, ihre Bedeutung zu verstehen, nehmen sie als Botschaften auf und stellen sich Fragen – „Wo ist der, der geboren ist…? – und machen sich dann auf den Weg.
Die Sterne, von denen die Rede ist, stehen nicht am Himmel. Man ist nicht dazu berufen, Astronom zu sein, geschweige denn Astrologe. Die Sterne, sie sind da, oben, im Büro nebenan, auf der anderen Seite des Gehwegs, am anderen Ende des Telefons. Dort wird jeden Tag jemand geboren, jemand, dem wir die Gaben anbieten, die wir erhalten haben.
Ein frohes Dreikönigsfest, in dem wir Himmel und Erde im Blick haben.
Paolo Bill

#Caritas5minOfLight – 6.1.2025 – Dreikönigstag – Matthäus 2,1-12