„Was sollen wir tun?“ Die Menschenmenge, die bekehrten Zöllner, die Soldaten fragen dies am Ufer des Jordans. Sie wird von einem Mann gestellt, dessen Reichtum ihn nicht glücklich macht. „Was soll ich tun?“
Die eigentliche Frage liegt nicht im Tun, sondern im Sein. Arm vor Gott zu sein, trauernd, sanftmütig, hungrig und durstig nach Gerechtigkeit, barmherzig, reinen Herzens, friedensstiftend (hier gibt es auch ein Tun!), verfolgt und geschmäht um der Gerechtigkeit willen. So verletzlich sein wie die Familie auf dem Weg und das Kind im Stall.
Es ist das Sein, das zum Handeln führt. Zum Guten Handeln. Das Gute zu tun. Zu teilen, sich um Gerechtigkeit zu bemühen, Frieden zu stiften, zu verzeihen. Sogar dazu, sein Leben zu geben, um das Leben weiterzugeben.
Ich wünsche uns allen eine gute Woche, im Tun, im Sein und im Da-Sein.
Paolo Bill

#Caritas5minOfLight – 14.12.2024 – Dritter Adventssonntag – Lukas 3:10-14