Die Tage der Hoffnung. Und das Ziel, das alle betrifft

QuiMedia – 31.10.2024 (Übersetzung)

Dies sind die Tage, an denen wir uns an Menschen erinnern, die von uns gegangen sind. Die Tage werden kürzer, und wir alle entdecken uns wieder „wie Herbstblätter an den Bäumen“. Aber der Winter ist noch nicht da und die Jahreszeit bietet trotz der Melancholie wunderbare Farben und Düfte, die von Hoffnung sprechen. Vom Leben trotz des Todes.

Seit den frühesten Zeiten hat sich der Mensch angesichts der Erfahrung des Todes die Frage nach dem Sinn des Lebens gestellt. Alle Kulturen haben Antworten gefunden, geeint durch die Überzeugung, dass jedes Leben sich nicht in Luft auflöst, wenn es zu Ende geht, sondern ein Vorher und ein Nachher hat.

Unsere Vorfahren haben den Ahnenkult entwickelt, der auf der Vorstellung beruht, dass diejenigen, die ihr Leben in Fülle gelebt haben, diejenigen, die uns körperlich oder geistig hervorgebracht haben, ihre Reise anderswo fortsetzen und uns nicht vergessen haben. Eine Praxis, die noch heute in mehreren traditionellen Religionen, zum Beispiel in Afrika, zu finden ist.

Dem Menschen ist die Vorstellung von der Kontinuität des Lebens angeboren, d. h. der Glaube, dass wichtige Dinge nicht aufhören zu sein. Ebenso wie der Glaube, dass wir letztlich nur dazu berufen sind, glücklich zu sein.

Wenn man auf dem christlichen Weg auf den Ausdruck „ewiges Leben“ stößt, dann spricht man gerade von der Glückseligkeit.

In seiner Bulle zum Jubiläum der Hoffnung, das an Weihnachten eröffnet wird, fragt Papst Franziskus: „Was wird also nach dem Tod aus uns werden?“ Wenn es stimmt, dass es „jenseits dieser Schwelle das ewige Leben“ gibt, besteht die Fülle des Lebens in nichts anderem als im „Glücklichsein“. Denn „die Glückseligkeit ist die Berufung des Menschen, ein Ziel, das alle betrifft“.

„Aber was ist die Glückseligkeit? Welches Glück erwarten und ersehnen wir? Nicht eine vorübergehende Freude, eine flüchtige Befriedigung, die, einmal erreicht, immer mehr verlangt, in einer Spirale der Gier, in der die menschliche Seele nie gesättigt, sondern immer leerer wird. Wir brauchen ein Glück, das sich endgültig erfüllt in dem, womit wir uns selbst verwirklichen, nämlich in der Liebe, damit wir schon jetzt sagen können: Ich bin geliebt, also bin ich“.

Lascia un commento