Es ist erstaunlich, wie der Hauptmann am Fuße des Kreuzes die Wahrheit Gottes nicht im Auferstehen, sondern im Sterben Christi erkennt. Tatsächlich wird überall der Kern der christlichen Botschaft durch den Gekreuzigten und weniger durch den Auferstandenen dargestellt. Fast so, als wollte man sagen: Die Auferstehung wird durch den Tod wahr, der ihr vorausgeht.
Erstaunlich ist auch, dass die Dunkelheit die Erde vor und nicht nach dem Tod einhüllt. Es war drei Stunden lang dunkel. Dann, nachdem er einen Psalm verkündet hat, der wie eine Klage klingt, aber ein Lobgesang ist (Psalm 22, der bis zum Ende zu lesen ist), stirbt Jesus. Aus Liebe. Die Dunkelheit verschwindet und der Vorhang des Tempels öffnet sich. Die Selbsthingabe hebt die Grenze zwischen Gott und Mensch, zwischen dem Tod und dem siegreichen Leben auf.
Uns allen einen schönen Palmsonntag und eine friedliche Karwoche.
Paolo Bill

#Caritas5minOfLight – 24.3.2024 – Palmsonntag – Markus 14,1-15,47