Die Fastenzeit führt durch die Wüste. Diese ist in der Tat nicht der Ort der Flucht und der Einsamkeit, sondern drückt die Dimension der Reise aus. Ein Leben lang auf ein Ziel – das Reich Gottes – zugehen.
Im überfüllten Galiläa kann man mehr allein sein als in der Wüste. Diejenigen, die das Übel der Macht, die versklavt, sehen und anprangern, bleiben immer allein. Wie Johannes. Wie Jesus. Sie sind der Versuchung ausgesetzt, zu spalten, um zu herrschen.
Stattdessen verkünden sie aber – als Zeugen der Wahrheit – die gute Nachricht von einem Gott, der befreit. Gratis. Das Reich Gottes ist nahe. Das heißt: es ist greifbar. Man muss sich nur dafür entscheiden. Es ist die Alternative zur Macht, die tötet: der Ort des Teilens und des Dienens, was vom Tod befreit.
Uns allen eine gute Woche und einen guten ersten Sonntag der Fastenzeit.
Paolo Bill

#Caritas5minOfLight – 18.2.2024 – Erster Sonntag in der Fastenzeit – Markus 1:12-15