In der Geschichte der kanaanäischen Frau dient die für unsere Ohren so unangenehm klingende Gegenüberstellung von Kindern und Hunden (den „Fremden“) Jesus (und seinem Ausleger Matthäus) dazu – wie in anderen Abschnitten des Evangeliums („Wer ist meine Mutter und wer sind meine Geschwister?“) – zu bekräftigen, dass das, was rettet, nicht Blutsbande oder andere Formen exklusiver Zugehörigkeit sind, sondern persönliche Entscheidungen und Haltungen. Nicht Verwandtschaft oder Freundschaft, sondern gelebter Glaube.
Die Wahrheit ist nicht das Monopol eines Volkes oder einer Kirche: Sie ist ein universelles Geschenk. Sie ist für alle da, die den Willen des Vaters (eines Vaters, der „das Gute will“) erkennen und ihn in die Tat umsetzen.
Eine gute Woche für uns alle, die wir unterschiedslos vom Vater geliebt werden.
𝑃𝑎𝑜𝑙𝑜 𝐵𝑖𝑙𝑙

#Caritas5minOfLight – 20.8.2023 – Sonntag – Matthäus 15,21-28