Die Neue Südtiroler Tageszeitung – Arnold Tribus, 26.2.2022
„Seine Freunde nennen ihn Bill…“ […]
„Dass dann der Bischof auch noch Paolo Valente, den Italiener, zum General der gesamten Caritas gemacht hat, hat auf deutscher Seite zu einem stillen Protest geführt, für einen lauten war man zu feige, und so hat man eben schon seit Jahren gemeckert und gebrottelt und Paolo Valente spüren lassen, dass er eigentlich nicht erwünscht ist. Es folgte eine Form passiven Widerstandes gegen den Direktor, Leute sind ausgestiegen, Valente wurde schlechter Führungsstil vorgeworfen, mangelnde Konfrontation, autoritäres Gehabe, was man ihm eigentlich nicht zumutet“. […]
„Dass hinter der Entlassung Valentes kein ethnischer Konflikt steht, wird behauptet, allein es glaubt niemand. Der Betroffene hüllt sich in christlichem Schweigen, so als hätte er als Laie in der Kirche Gottes das Gelübde des Gehorsams abgelegt. ‚Die Wahrheit wird ans Licht kommen‘, sagt er tief traurig. Ob er in der Kirche bleibt, wird man sehen“. […]
„Bill, ein Denker und Intellektueller, ein feiner Mensch, Gott und den Menschen zugetan, der Gutes tat und dafür bestraft wurde“.
