Katholisches Sonntagsblatt – 12.11.2017
„Caritas-Sonntag“ bedeutet „Sonntag der Nächstenliebe“. Die Rolle der Caritas in der Gemeinschaft ist es, alle daran zu erinnern, dass nur die Liebe heilt. „Wenn ich prophetisch reden könnte und alle Geheimnisse wüsste und alle Erkenntnis hätte; wenn ich alle Glaubenskraft besäße und Berge damit versetzen könnte, hätte aber die Liebe nicht, wäre ich nichts“, schreibt der Apostel Paulus. Nur die Liebe bleibt.
Heuer ist der Caritas-Sonntag, den wir traditionell begehen, auch der „Welttag der Armen“. Papst Franziskus wünscht sich eine arme Kirche für die Armen (und mit den Armen). Bei uns steht dieser Tag unter dem Motto: „Not ist näher als du denkst“. Denn Not macht uns alle arm. Und doch führt uns die Not näher an unseren Nächsten heran. Heuer denken wir insbesondere an die seelische Not und an jene Mitmenschen (oder vielleicht manchmal wir selber?), die darunter leiden. Können wir konkret etwas für sie tun? Oder vielleicht sie für uns?

Caritas-Sonntag, Welttag der Armen, seelische Not: leere Worte und schwerwiegende Lebenssituationen, wenn wir all das nicht mit Liebe „füllen” . „Am größten“, schreibt Paulus, „ist die Liebe” (caritas), der rote Faden, der alles vereint und allem Sinn verleiht.